unfassbare 40 kg Zucker essen wir Deutschen im Durchschnitt pro Jahr…..

unfassbare 40 kg Zucker essen wir Deutschen im Durchschnitt pro Jahr…..

was aber spricht eigentlich wirklich genau dagegen so viel Zucker zu konsumieren und warum ist es so schwierig, diese Menge drastisch zu reduzieren?

Den meisten Menschen ist bekannt ist, dass Zucker Erkrankungen wie zum Beispiel Karies (durch Umwandlung von Zucker in die den Zahnschmelz angreifende Milchsäure im Mund), Diabetes, Übergewicht und Durchblutungsstörungen am Herzen  machen kann. Schon weniger bekannt ist aber, dass ein vermehrter Zuckerkonsum zu Immunschwäche, immer wiederkehrenden Entzündungen, Verdauungsbeschwerden, Zerstörung der Darmflora, Hyperaktivität aber auch Antriebslosigkeit und Depressionen führen kann. Auch das Aussehen leidet, da sich Zuckermoleküle an Kollagenfasern haften und damit zu unreiner und schlaffer Haut führen können.

Die im Laufe des Tages immer wieder kehrenden starken  Schwankungen zwischen sehr hohen Blutzuckerspiegeln und durch die nachfolgende Insulinausschüttung sehr niedrigen Blutzuckerspiegeln  (Insulin ist das Hormon, dass den Blutzuckerspiegel senkt, im dem es Körperzellen dazu anregt, den Zucker aus dem Blut in die Zellen aufzunehmen) fördern nachgewiesener Maßen chronisch entzündliche Prozesse. Und diese stehen in ganz engen Zusammenhang zu fast jeder chronischen Erkrankung (Rheuma, Parodontitis, Arteriosklerose etc.). Zudem blockiert Insulin die Fettverbrennung, dass heißt, die Gewichtzunahme beginnt.

Das Tückische daran ist, das wir es bei Zucker mit einem Suchtstoff zu tun haben. Dieses wurde in der Vergangenheit immer wieder bestritten, mittlerweile liegen aber zahlreiche ernstzunehmende, wissenschaftliche  Studien vor, die das enorme Suchtpotential zumindest im Tierversuch belegen.

Zucker erhöht den Dopamin- und Serotoninspiegel im Körper (wie viele andere Drogen auch).  Wer bereits einmal versucht hat, für eine gewisse Zeit ohne Zucker auszukommen, der merkt zum einen wie unendlich schwierig dieses rein organisatorisch  ist (in unendlich vielen -scheinbar auch völlig absurden Lebensmitteln -ist Zucker (so z.B. auch in Senf, Ketchup, Bratensoße, Salatdressings, Wurst, Fertigsuppe, Eistee  etc.). Zum anderen aber spürt man umgehend nach einem kompletten Zuckerverzicht die “Entzugssymptome” (z B Konzentrationsmangel, Gereiztheit, Gedanken, die sich sehr viel um zuckerhaltige Nahrung drehen, verstärktes Driften zu anderen Drogen (Zigaretten, Alkohol).

Ein sehr bewusster Umgang mit Zucker im Sinne einer deutlichen Reduktion der Zuckermenge macht also an ganz vielen Stellen Sinn.

-Lösen aus der Abhängigkeit, Vermeidung/Verminderung  der oben genannten chronischen Erkrankungen, verbesserte Zahn-und Zahnfleischgesundheit, schöneres Hautbild, Gewichtreduktion durch bessere Fettverbrennung, verbesserte Leistungsfähigkeit, weniger Stimmungsschwankungen, weniger/keine Heißhungerattacken.

Was kann man nun statt Zucker nehmen?

Ein guter pflanzlicher Zuckerersatz ist zum Beispiel Stevia  oder Xylit als Zuckeraustauschstoff  (aus Mais oder Birkenholz). Xylit hebt weder den Blutzucker-noch den Insulinspiegel relevant an und hat daher entzündungshemmende Effekte. Daher wird Xylit sogar von Zahnärzten regelmäßig für die Zahnpflege empfohlen.

Für welchen Zuckerersatz man sich jeweils entscheidet, hat letztendlich viel  damit zu tun, was man genau süßen möchte.

In jedem Fall abzuraten ist aber vom Süsstoff  Aspartam. Die Bestandteile bzw. Zerfallsprodukte von Aspartam sind äußert umstritten und werden immer wieder mit Krebserkrankungen in Verbindung gebracht.

 

Nun also “ran an den Speck” und weg von zu viel Zucker! Viel Erfolg dabei :-)  cb

 

 

 

 

 

 

Deutschland schläft schlecht….Teil II

Was kann man nun tun, wenn man bisher schlecht und nicht erholsam schläft?

1) der aller erste Tipp lautet: setzen Sie sich nicht unter Druck. Sie schlafen nicht leichter oder besser, wenn Sie die ganze Zeit denken, dass sie unbedingt schlafen müssen. Ein Schlafproblem löst sich nicht von heute auf morgen….Sie haben es ja auch nicht erst seit gestern….also sein Sie geduldig mit sich….und gucken Sie, was Sie von den folgenden Tipps umsetzen können/müssen.

2) versuchen Sie-wenn Sie nicht im Schichtdienst arbeiten- feste Schlafzeiten einzuhalten (immer etwa zur selben Zeit ins Bett, zur selber Zeit wieder aufstehen)

3) gehen Sie-um bloß genug zu schlafen-nicht extra früh ins Bett. Davon schlafen Sie nicht besser oder schneller. Gehen Sie ins Bett, wenn sie müde sind. “Gut schlafen” kommt weit vor ” lange im Bett liegen”. Wenn Sie Schlafprobleme haben, dann reicht es am Anfang völlig, wenn Sie zunächst einmal anstreben, 6 Stunden gut zu schlafen.

4) das Schlafzimmer sollte zum Schlafen so dunkel wie möglich sein. Licht (auch geringe Lichtquellen) stören den biologischen Schlafrhythmus (hemmt die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin)

5) lassen Sie ihr Schlafzimmer Schlafzimmer sein (nicht TV-Zimmer, Spielzimmer, Arbeitszimmer, Facebook-/Whatsapp und Handyzentrale, Esszimmer etc.). Verbannen Sie technische Geräte soweit möglich aus dem Schlafzimmer. Der von elektrischen Geräten ausgehende Elektrosmog verändert das Schlafverhalten zum Negativen.

6) schlafen Sie nicht zu warm, der Körper wünscht sich zum Schlafen Temperaturen um 16 bis 19 Grad

7)  investieren Sie in eine gute Matratze (sie sind etwa  ein Viertel unseres Lebens im Bett!), diese sollte dann spätestens nach 10 Jahren gewechselt werden. Ebenso sollten Kopfkissen etwa nach 12-18 Monaten gewechselt werden

8) Alkohol ist kein “Schlafmittel” (auch wenn Sie zum Teil unter Alkohol müde werden und zunächst ev. auch schnell  einschlafen, so wachen Sie dann aber  nach einer  kurzen Schlafzeit wieder auf)

9) kein schweres/ üppiges Essen vor dem Schlafen gehen (mindestens 2 Stunden vor dem Schlafen kein Essen mehr und fettes/schweres Essen möglichst überhaupt nicht am Abend.

10) “räumen Sie mental auf”, bevor Sie ins Bett gehen. Schreiben Sie sich ggf. die belastenden Dinge auf und beginnen Sie diese, ab dem nächsten Morgen zu klären. Vermeiden Sie, im Bett zu beginnen, die aufgestauten Probleme lösen zu wollen. Suchen Sie gezielt Alternativen, wenn Sie zu den “nächtlichen Grüblern” gehören (Einüben/Nutzen von Entspannungstechniken, Fantasiereisen etc.). Nutzen Sie -gerade am Anfang-diese Alternativen  konsequent und regelmäßig, es ist eine Sache der Gewohnheit. Der Körper/ Geist lässt sich “umtrainieren”! Aber wie so Vieles in der Welt, braucht es Zeit und eine gewisse Disziplin.

11) Sport ist gut! Wie immer und so gut wie für alles…aber auch wie immer…”moderat” und nicht kurz vor dem Schlafen gehen. Schalten Sie mindestens 2 Stunden vor dem Schlafengehen in den “Ruhe-Modus” um.

12) Warmer Kräutertee (z B Melisse, Lavendel, Baldrian ) sowie warme (Aroma-) Bäder vor dem Schlafen sind sinnvoll. Kaltes Abduschen macht dagegen aber wieder munter

13) Nutzen Sie die Kraft von “Ritualen” (zur gleichen Zeit mit den gleichen Abläufen ins Bett gehen)

14) Lüften Sie das Schlafzimmer 15 Minuten mit komplett geöffneten Fenster (regelmäßig Stoßlüften statt den ganzen Tag das Fenster “auf Kipp”)

15) machen Sie das Schlafzimmer schön und reizarm (keine Rumpelkammer/Abstellraum für alles Mögliche)

16)  Nutzen Sie einen Lichtwecker statt einen schrillen Weckton. Ein Lichtwecker weckt Sie sehr natürlich, indem er etwa 30 Min vor der geplanten Weckzeit beginnt, Sie mit einem ansteigenden Licht (Natur imitierend) zu wecken. Ganz am Ende dieses natürlichen Weckprozesses  kann er Sie dann mit Ihrer Wunsch- Musik/Geräuschen (z B Vogelzwitschern) ganz wach machen

17)  wenn sie nicht einschlafen oder nachts wieder wach werden, dann stehen sie nach etwa 20 Minuten auf und verlassen das Schlafzimmer. Machen Sie etwas, was Ihnen Spaß macht, was aber beruhigend” und nicht “anregend ” ist. Lesen Sie z B etwas Schönes, hören Sie Musik. Arbeiten Sie nicht, spielen Sie nicht mit Ihrem Handy und gucken Sie kein TV. Gehen Sie dann wieder ins Bett, wenn Sie müde sind. Und auch hier gilt….Geduld!

18) vermeiden Sie unbedingt die Einnahme von chemischen Schlafmitteln (z B Benzodiazepine). Sie stören die natürliche Schlafstruktur, führen oft zu einem morgendlichen Überhang und machen abhängig. Wenn Sie etwas nutzen müssen, dann versuchen Sie pflanzliche Präparate oder Melatonin. Haben Sie das Ziel, diese Präparate möglichst irgendwann wieder abzusetzen.

Wenn Sie die eben genannten Tipps konsequent nutzen, sich Zeit geben und nicht zu ungeduldig mit sich sind (geben Sie sich Zeit, das gute Schlafen wieder zu erlernen!!!), dann werden Sie irgendwann wieder gut schlafen….ganz sicher! cb

 

Deutschland schläft schlecht….(Teil I)

noch nie haben wir so wenig und so unregelmäßig geschlafen, wie jetzt.

Ständige Erreichbarkeit, zunehmender Stress im beruflichen sowie im privaten Leben, “aufweichende” Grenzen zwischen Privat- und Berufsleben, immer mehr Anforderungen, bei denen es scheinbar unabdingbar ist, dass sie in immer kürzerer Zeit erledigt werden, immer weniger Zeit für gesundes, gemeinsames und geselliges Essen, immer weniger Zeit für ausgleichende Bewegung/Sport/”echte” Entspannung, zahlreiche soziale Netzwerke, die vermeintlich dauernd “bedient” werden müssen, Schichtarbeit und nicht zuletzt die Erfindung der Elektrizität, die den natürlichen Tag-/Nachrhythmus hat verschwinden lassen …..

all das führt dazu, dass lt. dem letzten Gesundheitsreport der DAK etwa 80 % der Beschäftigten  an Schlafstörungen leiden. Wir reden hier von etwa 34 Millionen Menschen in Deutschland! Und diese Zahlen sind steigend….

Schlechter oder zu wenig Schlaf aber führen zu Tagesmüdigkeit, Erschöpfung und einer Schwächung des Immunsystems…. wer ermüdet ist, ist weniger leistungsfähig….wer müde ist, macht Fehler….das Unfallrisiko steigt ..wir kommen in einen Teufelskreis….

daher ist ein gesunder und ausreichender Schlaf so immens wichtig…

nicht nur dass er schlank macht (Leptinausschüttung im Schlaf wirkt appetithemmend), wir brauchen ihn dringend zur Regeneration,  die Bildung neuer Körperzellen wird gefördert und all unsere Körpervorgänge (z.B. Blutdruck, Verdauung, Hormonhaushalt etc.) benötigen einen “gesunden”  Schlaf um zu funktionieren (in vielen Staaten wird ein Schlafentzug daher als Folter-Instrument genutzt!).

Daher gilt es, alles daran zu setzen, um einen erholsamen Schlaf zu bekommen. Dabei heißt gut/erholsam nicht lange. Es gibt Menschen, die brauchen relativ wenig Schlaf, dieser muss eben “nur gut” sein.  Synthetische Schlaftabletten (in der Regel sogenannten Benzodiazepine), sind dabei in keiner Weise dafür geeignet, den Schlaf zu verbessern. Wenn überhaupt, sollten sie möglichst nur  für eine ganz kurze, überbrückende Zeit genutzt werden. Sie machen auf längere Frist eingenommen abhängig, führen oft-insbes. bei älteren Menschen -zu einem morgendlichen Überhang der Wirkung und verändern die Schlafstruktur negativ.

Die wichtigsten Tipps für einen guten, erholsamen und gesunden Schlaf lesen Sie nächste Woche hier. cb

Schmerzmittel sind kein Bonbons….insbesondere nicht für Herzpatienten!

…ganz im Gegenteil, bei “Herzpatienten”  besteht bei einigen Schmerzmitteln sogar Lebensgefahr! Es geht hier um die weit verbreiteten und oft auch rezeptfrei zu erhaltenden Schmerzmittel der Gruppe der NSAR (sogenannten “nichtsteroidale Antiphlogistika”, und hier besonders um die Medikamente Diclofenac und Ibuprofen). Eines der Medikamente aus diese Gruppe wurde deshalb sogar schon vom Markt genommen (Rofecoxib).

Diese Mittel werden in großen Mengen von Patienten mir Rücken- und/oder Gelenkbeschwerden eingenommen.  Ihre entzündungshemmende und schmerzstillende Wirkung ist sicherlich auch gut. Aber:  sie haben viele Nebenwirkungs-Möglichkeiten. Diese Nebenwirkungen sind zum Teil so drastisch, dass man Patienten mit einer Erkrankung der Herzkrankgefäße (sog. KHK, Zustand nach Herzinfarkt, Zustand nach Gefäßerweiterungen (PTCA/Stent-Versorgung)) oder einer Herzschwäche inzwischen kategorisch davon abrät, diese Medikamente -auch in geringen Mengen-einzunehmen.

Das ist leider und erschreckenderweise bisher nur  einem ganz kleinem Teil der “Herzpatienten” bekannt.

Das die sogenannten NSAR das Risiko an einer Herz-/Gefäßerkrankung zu erkranken, deutlich erhöhen, ist mittlerweile aber durch zahlreiche Studien belegt.

Bei Patienten, die zum Beispiel bereits ASS einnehmen (das tut jeder Patient, der bereits eine Erkrankung an den Herzkrankgefäßen hat),  verdoppelt sich das Blutungsrisiko (z.B. Magenblutung), wenn sie eines der oben genannten Medikamente einnehmen.

Das Risiko von Gefäßverschlüssen (am Herzen (Herzinfarkt) oder im Kopf (Schlaganfall)) erhöht sich unter der Einnahme dieser Medikamente um 40%.

In einer neuen Studie, die über 90000 Patienten in zahlreichen Ländern untersucht hat, konnte jetzt auch noch nachgewiesen werden, dass das Risiko eine Herzschwäche zu erwerben, bei der aktuellen Einnahme der o.g. Medikamente um 19 % erhöht ist (nachzulesen bei British Medical Journal (2016; doi: 10.1136/bmj.i4857).

All das ist besonders erschreckend, wenn man weiß, dass diese Medikamente zum großen Teil rezeptfrei in jeder Apotheke zu bekommen sind.

Es gilt also für Patienten mit bereits bestehenden Herz-/Gefäßerkrankungen die klare Empfehlung: Finger weg von Dicofenac und Ibuprofen! Und das gilt ohne wenn und aber. Es gibt zahlreiche Alternativen für diese Medikamente, bitte erkundigen Sie sich bei ihrem Hausarzt, in schwierigen Fällen ev. sogar bei einem Arzt, der auf Schmerzmedizin spezialisiert ist. cb

 

 

Es ist nie zu spät….wie schön:-)

 

das gesunde Leben kann genau heute starten :-)…. ich höre so oft in meiner Praxis Sätze wie ” ich war noch nie sportlich…das lohnt sich doch nicht, wenn ich jetzt noch anfange Sport zu machen”….das ist vielleicht eine Erklärung, die dem “inneren Schweinehund” gefällt…vielleicht war er es auch, der es gesagt hat…;-)…..richtig aber  ist es (zum Glück)  nicht.

Und das ist das so Schöne daran…es ist wissenschaftlich belegt, dass man jederzeit…auch in einem höheren Alter, mit einer sportlichen Betätigung anfangen und damit noch etwas “bewegen” kann. Das belegen zahlreiche Studien.  Beispielsweise haben britische Wissenschaftler 3500 Menschen untersucht, das Durchschnittsalter lag bei 64 Jahren, die erst in diesem Alter neu damit begonnen hatten, regelmäßig Sport zu treiben. Trotz des späten Beginns ihrer sportlichen Tätigkeit, haben sie es damit geschafft, ihre Wahrscheinlichkeit auf einen “fitten, gesunden und mobilen” Lebensabend auf das 3-fache zu steigern. Im Vergleich dazu steigern Menschen, die “schon immer”  sportlich waren, diese Wahrscheinlichkeit-laut der britischen Studie-  um das 7 -fache (diese Studie wurde  2013 im renommierten British Journal of Sports Medicine veröffentlicht).

Also: frei nach dem Motto: es gibt nichts Gutes, außer man tut es….los geht’s!

Winter sport in Finland - nordic walking. Senior woman and man hiking in cold forest. Active people outdoors. Scenic peaceful Finnish landscape.      Senior woman doing aqua aerobic

Frauen und Herzinfarkt….Frauen haben immer noch eine deutlich schlechtere Prognose als Männer

Die Folgen eines Herzinfarktes sind bei Frauen oft schlimmer und dramatischer als bei Männern. Nach einem akuten Herzinfarkt versterben aktuell noch immer etwa doppelt so viele Frauen wie Männer.  Bisher ist noch nicht vollständig geklärt, woran das liegt. Zwischenzeitlich war man der Ansicht, dass es nur daran liegen könnte, das ein weiblicher Körper/ ein weibliches Herz anders “funktioniert”, als ein männlicher/s. Daran ist sicher viel Wahres dran, das bestätigen uns viele Studien.

Aber: …auch das ” Drum herum” bei Frauen ist leider oft wesentlich schlechter, als bei Männern.

Nach diversen wissenschaftlichen Untersuchungen informieren Frauen bei typischen Herzinfarktsymptomen wesentlich später den Notarzt, beim Arzt werden ihre Symptome deutlich häufiger “falsch gedeutet”, d.h. der Herzinfarkt wird später erkannt. Frauen erhalten nach einer sog. “Gefäß-Aufdehnung” (PTCA) seltener einen beschichteten STENT (mit Medikamenten beschichtete Gefäßspirale, die das wiedereröffnetet Gefäß offen hält) und sie bekommen seltener als männliche Patienten die komplette, medikamentöse Standard-Therapie nach Herzinfarkt (siehe Birkemeyer er al., Uni Rostock, BMC Cardiovasc Disord. 2014).

Das Letztere, also das “Drumherum” können und müssen wir ändern. Und das können wir insbesondere durch Aufklärung und Informationen zum Thema Symptome und Therapie beim akuten Herzinfarkt.

Interessantes zu diesem oder auch anderen “Herzthemen” gibt es z.B. hier oder auch bei der Deutschen Herzstiftung.

http://www.herzstiftung.de/Herzinfarkt-bei-Frauen.html

 

Ergebnisse Patientenbefragung im Zentrum für ganzheitliche Kardiologie Oktober/ November 2016

Sehr geehrte Patientinnen, sehr geehrte Patienten,

wir wollen unsere Leistungsangebote für Sie in medizinischer und dienstleistungsorientierter Ausrichtung immer wieder prüfen und ggf. verbessern. Somit sind gute Ergebnisse und zufriedene Patienten das vorrangige Ziel für unsere Praxis. Zu diesem Zweck führen wir in jedem Jahr eine  große Patientenbefragung durch.

Im Oktober und November  2016  hatten wir daher einen Patientenfragebogen ausgelegt mit der Bitte an Sie, diesen auszufüllen. Rege wurde dieses Angebot von Ihnen angenommen. Dafür möchten wir uns ganz herzlich bei Ihnen bedanken.

Nun möchten wir Ihnen die Ergebnisse dieser Befragung hier vorstellen:

Die Ergebnisse der Fragebögen bewerten wir wie folgt:

Ein Patient ist mit unseren Leistungen zufrieden, wenn er mit sehr gut oder gut benotet.

Die drei weiteren Antwortmöglichkeiten (befriedigend, ausreichend, mangelhaft) bewerten wir als Unzufriedenheit.

Die aktuelle Auswertung der insgesamt 100 Patientenfragebögen zeigt, dass die Gesamtzufriedenheit unserer Patienten und Patientinnen gut bis sehr gut ist.

 

  • 60% der Patienten und Patientinnen hatten einen sehr guten sowie
  • 40% einen guten Gesamteindruck von unserer Praxis.
  • 90% der Patienten hatten am Ende des Besuches in der Praxis das Gefühl verstanden worden zu sein sowie auch die Ärztin  verstanden zu haben (10% der Patienten haben diesbezüglich keine Angaben gemacht).

Besonders gelobt wurden:

– die Freundlichkeit der Ärztin und des Personals

– die Qualität der medizinischen Versorgung

– dass die Ärztin nie unter Zeitdruck ihre Patienten behandelt

– die Wartezeit vor der Behandlung meist unter 20 Minuten lag

– die Freundlichkeit der Mitarbeiter am Telefon

– die Hygiene in den Praxisräumen

– die ruhige und freundliche  Atmosphäre in der Praxis

Zum Teil beklagt wurde in der Befragung die häufig lange Wartezeit auf einen Routine-Termin (Notfall-Termine über den Hausarzt erfolgen zeitnah). Diesen Punkt würden wir schon aus eigenem Interesse sehr, sehr gerne verbessern. Auch wir bedauern es außerordentlich,  so lange Wartezeiten anbieten zu müssen. Leider steht es aktuell nicht in unserer Macht, diesen Punkt grundsätzlich zu verändern, da wir aus tiefster Überzeugung jedem Patienten mindestens 20-30 Minuten Zeit geben wollen, um seine Sorgen und Beschwerden zu verstehen, eine umfangreiche, hochmoderne Diagnostik durchzuführen, einen individuellen Behandlungsplan zu erstellen und diesen mit dem Patienten in Ruhe  zu besprechen. Zudem erhält der jeweilige Hausarzt  noch am selben Tag einen ausführlichen Befundbericht von uns über alle Ergebnisse und die damit verbundenen Therapievorschläge.   Bei einer derartigen Vorgehensweise können wir in etwa 10 Arbeitsstunden/Tag nur etwa 25 bis höchstens  30 Patienten am Tag behandeln.

Das Team des Zentrums für ganzheitliche Kardiologie dankt Ihnen noch einmal ganz herzlich für Ihre Mithilfe!

 

Vortragsankündigung, 8.11.16 um 19.00 Uhr Volkshochschule Aschaffenburg

 

Im Rahmen der Herzwochen  2016 erfahren Sie  unter dem Thema:

Herz unter Stress-der unterschätzte Risikofaktor- Praktisches und Theoretisches zum Umgang mit Stress“

Spannendes und Neues zum Thema Stress und Herz-Kreislauferkrankungen und Sie lernen direkt vor Ort erste praktische, sehr wirksame “Gegenmaßnahmen” kennen.

Dr. Caroline Berndt (Fachärztin Innere Medizin/Kardiologie/Intensivmedizin/

Rhythmologie/Psychokardiologie)

und Patricia Streun (Stress-und Burnout-Coach, Hypertonie-

Assistentin, Achtsamkeits-und Wellnesstrainerin) freuen sich über Ihren Besuch.

Der Eintritt ist frei.

Gibt es ein ” soziale Immunsystem”, und wenn ja, was ist das?

ja…das gibt es…..vereinfacht gesagt: gute Freunde halten gesund…..

In zahlreichen Studien konnte belegt werden, dass gute soziale Netzwerke und eine gute soziale Integration  eindeutig mit der Gesundheit und dem Wohlbefinden des Einzelnen verknüpft sind. Menschen, die in ihrem Alltag emotionale und praktische Hilfen durch ihre “Beziehungspartner” (Freunde, Nachbarn, Kollegen etc.) spüren und erleben,  sind nachweislich weniger anfällig für Depressionen, sie haben einen gesünderen Lebensstil, werden seltener krank, nach Krankheiten seltener rückfällig und leben länger.

Belegt wurde dieses z. B. in einer großen Metaanalyse der Brigham Young University in Utah (Social Relationships and Mortality Risk: A Meta-analytic Review, Hold-Lundstad, Smith et. al., 27.Juli 2010, PLOS Medicine).

Untersucht wurden dabei 148 Studien mit Daten von 308.000 Menschen aus westlichen Ländern. Dabei wurde das Risiko eines “sozial schwachen Umfeldes”  mit anderen Risikofaktoren verglichen.

Dabei kam heraus, dass:

  • Einsamkeit genauso schädlich ist, wie der Konsum von etwa 15 Zigaretten am Tag
  • Einsamkeit genauso schadet, wie ein Alkoholmissbrauch
  • Einsamkeit schädlicher ist, wie keinen Sport zu treiben
  • Einsamkeit doppelt so schädlich ist, wie Fettsucht.

Warum aber sind gute soziale Netzwerke  schützend und damit gut für die Gesundheit?

Man unterscheidet hier im Wesentlichen zwei Effekte:

Die Haupt-/ direkten Effekte: Die Integration in einem Netzwerk fördert direkt Wohlbefinden, eine positive Stimmung in der Gemeinschaft mit anderen. Wir erleben direkt ein Gefühl von Zugehörigkeit, spüren Respekt und Anerkennung. Wir können ein positives Selbstbilde entwickeln und stärken.

Puffereffekte: Die soziale Unterstützung durch das Netzwerk wirkt wie ein Puffer bei den Einzelnen betreffenden, schweren Lebensereignissen (Trost durch Freunde, emotionale und praktische Hilfe in Krisensituationen etc.).

Was machen wir aus diesen interessanten, o.g. Erkenntnissen?

Prävention sollte sich nicht nur auf die “traditionellen Risikofaktoren” (Bluthochdruck, Diab. mell., Übergewicht, Bewegungsmangel, Stress, erhöhte Blutfette etc.) beschränken, sondern unbedingt auch das ” soziale Befinden/die soziale Einbindung” beachten.

Der Einzelne an sich sollte jede Möglichkeit nutzen, sein soziales Umfeld immer einmal wieder “zu betrachten”, ggf. zu verbessern und positive Beziehungen zu fördern. “Negative” und/oder ambivalente Beziehungen sollten bearbeitet und früher oder später verbessert oder beendet werden.

 

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