Echokardiographie

Herzultraschall inklusive TEE, Stressechokardiographie, „Schluckecho“

Als Echokardiographie oder kurz „Echo“ wird die Ultraschalluntersuchung des Herzens bezeichnet. Sie ist das wichtigste und einfachste bildgebende Verfahren in der Kardiologie. Diese Methode wird von mir seit 25 Jahren in großem Umfang angewandt.

Die Untersuchung erfolgt in Linksseitenlage mit einem auf der Brustwand aufgesetztem Schallkopf und ist schmerzlos. Da die Ultraschallwellen völlig unbedenklich sind, kann das Echo im Bedarfsfall beliebig oft wiederholt werden. Auf einem Monitor werden bewegte Schnittbilder des Herzens angezeigt, die vom Patienten mit betrachtet werden können. Bei der Routineuntersuchung werden Größe und Pumpfunktion der Herzkammern beurteilt. So können z. B. Infarktnarben dargestellt werden. Auch die vier Herzklappen können mit der Echokardiographie gut gesehen werden. Zur Beurteilung ihrer Funktion wird die Farbdoppler-Echokardiographie angewendet, in dem die Richtung und Geschwindigkeit des Blutflusses farbig dargestellt wird. So können zum Beispiel undichte Herzklappen sofort erkannt werden.

Ist die Pumpfunktion des Herzens unter Belastung von Interesse, wird die Untersuchung mit einer Fahrradbelastung auf einer Spezialliege kombiniert (Stress-Echo). Meist geht es um Durchblutungsstörungen, die bei zunehmender Belastung zu einer Verschlechterung der Pumpfunktion führen und im Echo erkannt werden können.

Manchmal reicht die Sicht „von außen“ nicht aus und die Untersuchung muss durch die transösophageale Echokardiographie (so genanntes „Schluck-Echo“) ergänzt werden. Hierbei wird ein dünner Schallkopf in die Speiseröhre eingeführt, die ganz nahe am Herzen vorbeizieht. Von hier aus lassen sich z.B. die Herzklappen bei bestimmten Fragestellungen noch genauer analysieren. Die Untersuchung ist einer Magenspiegelung ähnlich und wird mit örtlicher Betäubung des Rachens bzw. einer Beruhigungsspritze durchgeführt, so dass die Untersuchung für die meisten Patienten nicht sehr belastend ist.

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