Zentrum für ganzheitliche
KARDIOLOGIE - Dr. med. Caroline Berndt

Messung des Knöchel-Arm-Index

Bei dieser Untersuchung wird die Messung des Blutdrucks der Arme mit dem Blutdruck im Bereich der Fußknöchel verglichen. Mit Hilfe dieser völlig schmerzfreien Untersuchung und dem daraus ermittelten sogenannten Knöchel-Arm-Index kann man mit sehr hoher Zuverlässigkeit feststellen, ob eine Durchblutungsstörung (sogenannte pAVK, periphere arterielle Verschlusskrankheit) besteht und wenn ja, wie ausgeprägt diese ist.

Normalerweise besteht bei gesunden Menschen ohne Durchblutungsstörungen kaum ein Unterschied zwischen dem Blutdruck im Arm und dem am Bein. Das heißt, der Index läge hier zwischen 0,9 und 1,2. Bei diesen Werten ist eine Durchblutungsstörung der Beine zu fast 100% ausgeschlossen. Liegen die Werte unter 0,9 weist das auf eine Durchblutungsstörung im Bereich der Bein- und Beckenarterien hin. Dieser Wert kann auf eine Durchblutungsstörung hinweisen, wenn der Patient noch gar keine Symptome (z.B. Schmerzen in den Beinen beim Gehen) verspürt. Daher ist eine Untersuchung besonders wertvoll.

Experten empfehlen daher, dass insbesondere Patienten mit Risikofaktoren (z.B. Blutzuckererkrankung, Bluthochdruck, Rauchen, hohes Cholesterin) für diese Form der Durchblutungsstörung eine solche Knöchel-Arm-Index-Messung durchführen lassen.

Zusätzlich kann dieser Wert – wenn er erniedrigt ist – sogar einen Hinweis darauf ergeben, dass andere Gefäßerkrankungen (z.B. Erkrankung der Herzkranzgefäße, Herzinfarkt, Schlaganfall) auch vorliegen könnten. man kann dann gezielt nach diesen suchen und diese frühzeitig behandeln. Nach der Deutschen Gesellschaft für Angiologie/Gesellschaft für Gefäßmedizin gilt folgende Einteilung:

– 0,9 – 0,75: leichte pAVK
– 0,75 – 0,5: mittelschwere pAVK
– < 0,5: schwere pAVK
– > 1,3: Verdacht auf Mediasklerose (Verkalkung innerhalb der Gefäßwände)

Hinweis: Selbstzahlerleistung

Die hier beschriebene Zusatzleistung ist keine Leistung, die über Kassen abgerechnet werden kann.
Jede/r Selbstzahler/in kann sie dennoch beanspruchen.

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